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Seit 1880 stellte Flüelen bisher insgesamt vier Regierungsräte. Von 1953 bis 1958 waren sogar zwei Flüeler im siebenköpfigen Urner Regierungsrat vertreten

Regierungsrat Personen

Wohnort: Bürger von Flüelen
Partei: CVP
Beruf: Wirt und Schreiner
Amtsdauer: 1920-1936
Sonstige Ämter: 1920-1924 Vormundschafts- und Armendirektion 1924-1936 Militär- und Gewerbedirektion
Partei: FDP
Amtsdauer: 1936-1958
Sonstige Ämter: 1828-1936 Gemeindepräsident 1944-1946 und 1948-1950 Landammann 1947-1963 Nationalrat
Biografie: Franz Arnold wurde am 21. August 1897 als Sohn des Johann, Inhabers des Sand- und Kiesunternehmen am Urner- und Genfersee, geboren. Er absolvierte sechs Primarklassen in seinem Heimatdorf Flüelen und zwei Gymnasialjahre im Kollegium Sarnen. Früh begann für ihn die eigentliche Lebensschule. Die Mitarbeit im Unternehmen am Lac Léman brachte Geschäftserfahrung und die Begegnung mit der französischen Sprache und Lebensart. Verheiratet mit Lina Beeler aus Ingenbohl übernahm Franz Arnold 1922 die Geschäftsleitung der Firma Arnold, Aschwanden & Co. in Flüelen. In der Führung des Geschäfts sowie in der Politik kamen seine typischen Eigenschaften in Einsatz: Humor, träfe Sprüche, Ruhe und Verständnis für menschliche Schwächen. Grübeln und Theoretisieren lagen ihm nicht und galten ihm nicht viel. Ein schwerer Schicksalschlag traf ihn, als sein Sohn Franz Sepp am 4. März 1974, erst 41-jährig mitten im Umbruch der Firma von seiner grossen Familie hinweg sterben musste. Franz Arnold starb am Stephanstag 1984.
Wohnort: Bürger von Näfels (GL) und Flüelen
Partei: CSP
Beruf: Lehrer
Amtsdauer: 1953-1968
Sonstige Ämter: 1953-1958 Armendirektion 1958-1968 Gewerbedirektion 1953-1968 Gemeindedirektion / Landammann 1962-1964
Biografie: Josef Müller wurde am 14. Juli 1894 als erstes Kind seinen Eltern in Näfels geboren. Nach dem Besuch der Primar- und Sekundarschule in seinem Heimatort wurde er in Rickenbach/Schwyz zum Primarlehrer ausgebildet. Nach der ersten Schulpraxis im sankt-gallischen Goldingen wurde er 1915 als Oberlehrer der Primarschule in Flüelen gewählt. Während 42 Jahren, bis in den Eintritt in den Regierungsrat, übter im Hafendorf den Lehrerberuf aus. Nebst dem Streben um eine gute Erziehung setzte er sich um eine soziale Gerechtigkeit ein. Er war Mitbegründer des Kindergartens, der Volksbibliothek Flüelen, der Arbeiterseelsorge und 15 Jahre lang Redaktor des "Urner Wochenblatts". 1953 wurde Josef Müller als erster Vertreter der christlich-sozialen Parteigruppe in die oberste Exekutive des Kantons Uri gewählt. Von 1964 bis 1968 amtete er als Präsident des Erziehungsrates. In Anerkennung seiner unermüdlichen Tätigkeit im Dienste des Kantons Uri verlieh ihm dieser das Ehrenbürgerrecht. Josef Müller starb am Abend des 3. Septembers 1969.
Wohnort: Bürger von Meggen (LU)
Partei: CVP
Beruf: Geschäftsführer
Amtsdauer: 1968-1984
Sonstige Ämter: 1968-1976 Justiz- und Polizeidirektion 1976-1984 Gewerbe- und Gemeindedirektion
Portraits der Urner Landammänner aus Flüelen
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